Veganer Räucherlachs - im Wrap angerichtet
Rezepte

Veganer Räucherlachs – Karottenlachs

Sind die Veganer*innen jetzt völlig verrückt geworden? Veganer Räucherlachs?!? Ja, sind sie! Karottenlachs ist mega lecker und mega easy selbstgemacht. Und wer keinen Bock hat, veganen Räucherlachs selbst zu machen, kann jetzt von Veganz ein Fertigprodukt käuflich erwerben. Wir haben uns den Lachsersatz von Veganz natürlich gekauft und getestet, aber liefern euch auch ein tolles Rezept, um den Karottenlachs zuhause selbst zu machen.

Veganer Räucherlachs kann man als Fertigprodukt von Veganz kosten. Die Preise variieren zwischen 6 und 7€.
Gar nicht mal so günstig: 6-7€ für 100g veganen Räucherlachs von Veganz.

Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir neulich im Supermarkt fertigen veganen Lachs gesehen haben – und zwar bei Aldi von Veganz. Es war allerdings nur Aktionsware, wird aber wohl in anderen Supermärkten auch dauerhaft ins Sortiment übernommen. Wir waren aber echt überrascht, dass wir die letzten beiden Packungen bekommen haben, trotz des sehr stolzen Preis von 5,99€ für 100g. Der reguläre Preis liegt wohl bei 6,99€ und markiert dann einen Rekord in Sachen Hochpreisigkeit veganer Ersatzprodukte. Immerhin liegt es noch im Bereich „für Festtage ab und zu definitiv machbar“. Wie das ganze dann schmeckt, auch im Vergleich zum Karottenlachs, könnt ihr dann auch in unserem Video anschauen:

https://youtu.be/an1fUDGImjQ

Übrigens: im Video zeigen wir auch, wie man veganen Räucherlachs (Karottenlachs) selbst macht 🙂

Veganer Karottenlachs selbst gemacht

Na gut, nicht jeder möchte Fertigprodukte kaufen oder viel Geld ausgeben. Das ist kein Problem, Karottenlachs ist wirklich easy, man braucht nur wenig Zutaten und auch nur wenig Zeit. Im wesentlichen muss man die Karotten garen, marinieren und das ganze ziehen lassen. Fertig! Aber woher kommt jetzt der Fischgeschmack?

Warum schmeckt Fisch „fischig“?

Immer wieder hört man, dass Algen nach Fisch schmecken. Aber witzigerweise ist es genau andersherum: Der charakteristische Fischgeschmack kommt von den Algen, die zur Nahrung der Fische gehören. Und das kann man sich auch für die vegane Küche bestens zu Nutze machen. Es gibt im Handel Algengranulat, was man komfortabel in Marinaden rühren kann, zum Beispiel Kelp-Pulver. Das löst sich dann weitestgehend auf und man hat einen typischen „Fischgeschmack“. Aber auch wenn man das nicht im Markt des Vertrauens findet, gibt es insbesondere in Asia-Supermärkten auch Algenblätter, Chips oder Flocken, die man sehr gut für den Geschmack nutzen kann. Im Mixer, Mörser oder einfach nur so am Stück verfeinern die auch jede Visch-Marinade (intentionales Vegan-V). Man kann auch einfach ein ganzes Algenblatt mit in die Marinade geben und ziehen lassen. Dann hinterlässt das ganze auch keine Spuren. Ich mag es ehrlich gesagt lieber, wenn die Algen drin bleiben.

Karottenlachs

Super beliebt ist zur Zeit Karottenlachs, als der nonplusultra vegane Lachs-Ersatz. Dabei orientiert man sich am Räucherlachs, der gerne auf Brot, im Wrap oder zum Sushi gegessen wird. Für mich persönlich war auch immer gravad lax so ein Ding. Der war meist in einer senfigen Sauce, daher packen wir auch Senf in das Rezept. Wer das nicht mag, lässt es einfach weg. Ich mag übrigens Dill nicht so gerne – daher gilt umgekehrt: wer es mag, einfach was Dill zugeben.

So sieht der marinierte Karottenlachs aus. Wer sich an den dunklen Algenkrümeln stört: kein Problem! Einfach das Blatt ganz lassen und nach dem Marinieren entfernen.
So sieht der marinierte Karottenlachs aus. Wer sich an den dunklen Algenkrümeln stört: kein Problem! Einfach das Blatt ganz lassen und nach dem Marinieren entfernen.

Die Aromen beim Karottenlachs sollten also die folgenden sein: Flüssigrauch („Liquid Smoke“) für das Raucharoma. Das kennt ihr ja schon vom grandiosen Facon. Außerdem brauchen wir die Algen, in welcher Form auch immer, für das Fischaroma. Senf und Essig für den klassischen Räucherlachs-Style, der wegen der Fermentation leicht säuerlich bis vergoren wirkt. Für die Grundmasse der Marinade braucht man natürlich noch Öl, Wasser und Salz. Die Karotten selbst kann man am besten dampfgaren, damit sie so richtig weich (wie Räucherlachs) werden und die Aromen optimal aufnehmen.

Pro-Tipp: Wenn man keinen Dampfgarer hat, kein Problem: Wasser in einen großen Topf packen, temperaturbeständiges Metall- oder Emaille-Sieb gefüllt mit den Möhren reinhängen, Deckel drauf und man hat seinen Dampfgarer. Um zu überprüfen, ob die Karotten gar sind, einfach mit einer Gabel einstechen. Wenn die Möhren veganbutterweich sind, sind sie fertig.

Und hier das Rezept zum Ausdrucken:

Veganer Räucherlachs - im Wrap angerichtet

Karottenlachs (veganer Lachs)

yammibean
Die ultimative Version des veganen Lachs (Karottenlachs), angelehnt an den Klassiker: Räucherlachs und Gravad Lax.
5 from 2 votes
Vorbereitungszeit 0 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 20 Minuten
Gericht Appetizer, Breakfast
Küche deutschland, scandinavian
Portionen 4 Portionen
Kalorien 150 kcal

Zutaten
  

  • 500-600 g Karotten 4-5 dicke Karotten
  • 1-2 TL Flüssigrauch Engl. Liquid Smoke
  • 1 Algenblatt Alternativ: 3 EL Algenchips oder 1 gehäufter TL Algenpulver
  • 2 TL Senf
  • 1 EL Essig Vorzugsweise Apfelessig
  • 3 EL Öl z.B. Olivenöl oder Rapsöl
  • 2 TL Salz
  • 6 EL Wasser

Anleitungen
 

  • Die Karotten waschen, eventuell schälen. Anschließend 20 bis 30 Minuten dampfgaren, bis sie gleichmäßig weich sind. Falls kein Dampfgarer vorhanden ist: In einen Topf etwas Wasser füllen (ca. 3 bis 5 cm) und ein temperaturbeständiges Metall- oder Emaille-Sieb reinhängen. Möhren ins Sieb geben und den Deckel auflegen. So kann man auch dampfgaren. Wenn das ganze nicht besonders dicht ist, verlängert sich die Garzeit etwas. Um zu überprüfen, ob die Karotten gar sind, kann man mit einer Gabel reinstechen. Das sollte veganbutterweich sein.
  • In der Zwischenzeit können die restlichen Zutaten zur Marinade verarbeitet werden. Einfach alles mischen, ggfs. das Algenblatt oder die Algenchips im Mörser zu Pulver verarbeiten oder alles im Mixer zerkleinern.
  • Die Karotten z.B. mit einem Sparschäler längs in kleine Scheiben schneiden und in eine verschließbare Dose füllen.
  • Anschließend die Marinade einfüllen, alles gut vermischen und über Nacht in den Kühlschrank stellen, sodass alles gut durchziehen kann.
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Lachswrap – unsere Servierempfehlung

An Heiligabend waren unsere Mütter zum Essen da, es gab einen tollen Vorspeisensalat mit Wildkräutern, als Topping gab es Lachsröllchen. Im Wesentlichen ist das exakt das gleiche, wie ein Wrap, nur in dünne Scheiben geschnitten. Dazu braucht man eine Creme, wir haben dazu was mit veganem Crème fraîche von Oatly angerührt. Etwas Zitronensaft, Agavendicksaft, Salz, Pfeffer und fertig! Einfach auf den Wrap streichen, mit Salat (Feldsalat, Rucola oder Babyspinat) toppen, veganen Räucherlachs drauflegen und alles einrollen.

Tipp: vegane Wraps gibt es günstig bei Aldi. Die müssen nur kurz in der Pfanne erhitzt werden und sind sofort servierfertig.

So füllen wir den Wrap. Hier haben wir noch Hanfsamen für den zusätzlichen Boost an Ballaststoffen zugegeben.
So füllen wir den Wrap. Hier haben wir noch Hanfsamen für den zusätzlichen Boost an Ballaststoffen zugegeben.

Pro-Tipp: veganer Räucherlachs ist auch super im Salat. Schau dir doch mal unseren Salat-Baukasten an. Nicht so der Fisch-Fan? Dann ist aber vermutlich Facon genau das Richtige für dich!

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